Fischfang

Illegale Fischerei besonders in Asien ein Problem

Illegale Fischerei bleibt vor allem in Asien ein gravierendes Problem: China führt den Risikoindex 2025 mit 3,60 Punkten an und liegt damit deutlich über dem weltweiten Durchschnitt von 2,27 Punkten. Auch Iran mit 3,01 Punkten sowie Indonesien, Russland und Jemen mit jeweils 3,00 Punkten zählen zu den Ländern mit besonders hohem Risiko. Das zeigt die Infografik von Statista auf Basis von Daten des Global Initiative Against Transnational Organized Crime.

Auffällig ist die regionale Konzentration an der Spitze des Rankings. Mehrere asiatische Staaten dominieren die oberen Ränge, während Länder in Europa oder Amerika meist niedrigere Werte erreichen. Selbst große Fischereinationen wie die Vereinigten Staaten kommen mit 2,51 Punkten auf deutlich geringere Risiken. Gleichzeitig zeigt der leichte Anstieg im Iran um 0,03 Punkte seit 2021, dass Fortschritte nicht selbstverständlich sind.

Der Index bewertet 152 Küstenstaaten anhand von Regulierung, Kontrolle und Überwachung der Fischerei. Schwache Institutionen und unzureichende Kontrollen könnten illegale Praktiken begünstigen und damit langfristig Bestände sowie Märkte belasten.

Schätzungen zufolge macht illegale, ungemeldete und unregulierte Fischerei weltweit einen erheblichen Anteil aus. Aktuelle Analysen gehen davon aus, dass zwischen etwa 11 Prozent und 20 Prozent der globalen Fischfänge auf solche Praktiken entfallen. Das entspricht jährlich mehreren Millionen Tonnen Fisch und unterstreicht die wirtschaftliche und ökologische Bedeutung des Problems.

Dieser Anteil verdeutlicht, dass illegale Fischerei kein Randphänomen ist, sondern einen strukturellen Einfluss auf den globalen Fischereimarkt hat. Besonders betroffen sind Regionen mit schwacher Kontrolle und hoher Abhängigkeit von Fischerei. Eine wirksamere internationale Zusammenarbeit und strengere Überwachung könnten diesen Anteil künftig senken und damit sowohl Bestände als auch legale Märkte stabilisieren.

Beschreibung

Die Grafik zeigt den Risikoindex für illegale, ungemeldete und unregulierte Fischerei 2025.

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Anlandungen der führenden Fischfangnationen weltweit in den Jahren 2020 bis 2022 (in Millionen Tonnen Lebendgewicht)
Anteil der Fischbestände innerhalb biologisch nachhaltiger Grenzen¹ nach Region in den Jahren 2015 und 2019
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Anteil der Fischbestände innerhalb biologisch nachhaltiger Grenzen¹ weltweit in den Jahren 1974 bis 2021
Entwicklung der weltweiten jährlichen Fangmenge aller Meereslebewesen zwischen 1950 und 2022 (Gewicht in Millionen Tonnen)
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Importwert der wichtigsten Importländer von Fisch und Fischereierzeugnissen weltweit in den Jahr 2023 bis 2025 (in Milliarden US-Dollar)
Anteil der überfischten, unterfischten und maximal befischten Fischbestände in den Jahren 2017 und 2019

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