Laut einer Umfrage der Erdbeerwoche, welche unter menstruierenden Frauen im August 2020 durchgeführt wurde, leiden Frauen mehrheitlich unter Menstruationsbeschwerden. Dabei sind die häufigsten Beschwerden mit Abstand Bauchschmerzen. Währenddessen haben rund Prozent der Frauen vor oder während der Periode Stimmungsschwankungen.
Kosten und Periodenarmut
Doch die Menstruation ist nicht nur schmerzhaft, sondern auch teuer. Die durchschnittlichen Ausgaben für Menstruationsprodukte und Verhütungsmittel von Menstruierenden in Europa lagen im Jahr 2021 bei etwa Euro. Derweil stellt Periodenarmut nach wie vor ein weltweites Problem dar, auch in Deutschland sind vor allem Personen ohne festen Wohnsitz betroffen: Betroffene haben während der Monatsblutung keine Möglichkeit, sich mit den notwendigen Hygieneartikeln auszustatten. Ein Lösungsansatz ist die kostenlose Bereitstellung von Hygieneartikel auf öffentlichen Toiletten. Um für eine Entlastung bei den Kosten zu sorgen, wurde im Jahr 2020 die angesetzte Mehrwertsteuer auf Monatshygieneartikel (Tampons, Binden, Menstruationstassen) von auf Prozent gesenkt. Eine Befreiung von der Umsatzsteuer, so wie in England und Irland, blieb allerdings aus. Neben Deutschland gehören unter anderem auch Polen und Frankreich zu den Ländern mit reduziertem Steuersatz für Periodenprodukte.
Welche Produkte werden genutzt?
Die Mehrheit der Menstruierenden nutzen nach wie vor Einmalprodukte, besonders beliebt ist die Nutzung von Tampons während der Blutung. Dabei sind o.b., always und Carefree die beliebtesten Marken bei Monatshygiene, neben den Produkten von Handelsmarken. Jedoch können es sich immer mehr Personen vorstellen, wiederverwendbare Produkte, wie Menstruationstassen, Mehrfach-Binden und Menstruationsunterwäsche zu nutzen.