USA - Daten & Fakten
Bevölkerungswachstum der USA schwächt ab
In den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) haben 2024 rund 345,4 Millionen Menschen gelebt. Bezogen auf die Einwohnerzahl liegen die USA auf Rang drei weltweit, ebenso hinsichtlich der Landesfläche von circa 9,8 Millionen Quadratkilometern. Die größten Städte in den USA sind New York mit rund 8,5 Millionen, Los Angeles mit rund 3,9 Millionen und Chicago mit rund 2,7 Millionen Einwohner:innen (2024). In der Metropolregion New York-Newark-Jersey City leben im selben Jahr fast 20 Millionen Menschen. Das Bevölkerungswachstum hat seit der Corona-Pandemie etwas abgenommen. Bis 2019 wuchs die Bevölkerung noch um fast zwei Millionen Menschen jährlich. Relativ hat sich das Bevölkerungswachstum der USA in den vergangenen Jahren auch verlangsamt: Wuchs die Einwohnerzahl im Jahr 2015 noch um rund 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr, hat sich das Wachstum im Jahr 2024 auf rund 0,55 Prozent verlangsamt.Die Bevölkerung der USA wächst durch eine Mischung aus Migration und der Geburtenrate des Landes an. Im Jahr 2024 beträgt die Fertilitätsrate rund 1,62 Kinder je Frau, was etwas unter dem Wert liegt, der für ein natürliches Bevölkerungswachstum gebraucht wird. Die Lebenserwartung ist seit 2010 am Stagnieren, konnte nach der Pandemie aber wieder etwas steigen. Ähnlich wie andere Industrienationen ist auch die Bevölkerungsstruktur der USA am Altern. Im Jahr 2024 sind etwa 17,9 Prozent der Menschen über 65 Jahre alt, bis zum Jahr 2050 wird sich der Anteil der Älteren voraussichtlich auf etwa 23,1 Prozent erhöhen. Der Anteil der Jugendlichen liegt 2024 bei rund 17,3 Prozent. Im Durchschnitt ist die Bevölkerung der USA noch etwas jünger, als beispielsweise in Deutschland.
Veränderungen in der US-amerikanischen Gesellschaft
Die religiöse Zusammensetzung der USA verändert sich. Im Jahr 2007 war noch mehr als die Hälfte der Bevölkerung protestantisch. Im Jahr 2024 ist der Anteil der Protestant:innen auf etwa 40 Prozent zurückgegangen. Der Anteil der religiös ungebundenen dagegen steigt seit Jahren an und beträgt 2024 etwa 28 Prozent. Besonders der Anteil weißer Protestant:innen verringert sich. Der Anteil der Weißen in der Bevölkerung geht ebenfalls zurück, während vor allem der Anteil der Hispanics an der Gesamtbevölkerung ansteigt.
Migration in die USA
Die USA sind seit jeher ein Einwanderungsland. Im Jahr 2023 wanderten rund 1,17 Millionen Menschen legal und dauerhaft in die USA ein. Die wichtigsten Herkunftsländer von Besitzer:innen einer Green Card sind Mexiko, Indien und China. Gleichzeitig wurden 2024 rund 2,9 Millionen nicht dokumentierte Migrant:innen in den USA aufgegriffen. Seit 2020 war die Anzahl der aufgegriffenen illegalen Einwanderer deutlich angestiegen. Im Jahr 2023 betrug die Anzahl illegalen Grenzüberschreitungen an der Südgrenze über 2,4 Millionen. Dies lag zum einen an der den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Zwischen 2020 und 2023 wurden aufgrund der Corona-Pandemie Migrant:innen an der Südgrenze pauschal abgewiesen. Dadurch wurden Migrant:innen nicht über die Grenze gelassen; in Mexiko kam zu humanitären Krisen. Die Anzahl der Migrant:innen an der Südgrenze ist im Jahr 2024 allerdings wieder zurückgegangen und beträgt seit dem Amtsantritt von Trump im Jahr 2025 noch rund 10.000 pro Monat..
Die Anzahl der Abschiebungen und freiwilligen Ausreisen hat 2024 rund 777.590 Menschen betragen, zwischen 2021 und 2023 war die Anzahl durch Corona bedingten Ausweisungen deutlich höher. Die Anzahl der Abschiebungen betrug rund 109.000 Menschen. Insgesamt wird die Anzahl illegaler Einwanderer in den USA auf circa 11 Millionen Menschen geschätzt (2022). Mit rund 4,8 Millionen Personen stellten Mexikaner:innen zu diesem Zeitpunkt die größte Gruppe illegaler Einwanderer in den USA dar, geht aber zurück. In den letzten Jahren hat vor allem die Gruppe der Migrant:innen aus Zentralamerika, aber auch Venezuela zugenommen.
USA - Weiterhin die größte Volkswirtschaft der Welt
Gemessen an der absoluten Wirtschaftsleistung sind die USA noch mit weitem Abstand zum zweitplatzierten China die größte Volkswirtschaft der Welt: Mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von circa 29,2 Billionen US-Dollar lagen sie im Jahr 2024 noch deutlich vor China (rund 18,7 Billionen US-Dollar). Die Wirtschaftsleistung in den USA ist ungleich auf die Bundesstaaten verteilt. Kalifornien hat im Jahr 2024 mit rund 4,1 Billionen US-Dollar ein höheres BIP als die meisten Länder. Bundesstaaten wie Alaska oder Montana kommen auf rund 70 Milliarden US-Dollar. Im Hinblick auf das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf stehen die USA mit geschätzt rund 85.812 US-Dollar je Einwohner (2024) weit vor Schwellenländern wie China oder Brasilien. Gemessen an der realen Kaufkraft sieht die Verteilung der Wirtschaftsgröße etwas anders aus. Im Jahr 2024 lag der Anteil der USA am kaufkraftbereinigten globalen Bruttoinlandsprodukt bei rund 14,9 Prozent – Tendenz sinkend. Wesentliche Ursache hierfür ist das höhere Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern, vor allem in China.Das Wirtschaftswachstum der USA hat im Jahr 2024 bei rund 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr gelegen. Die USA sind im Vergleich zu anderen Industrieländern ökonomisch sehr viel besser durch dieses erste Jahr der Pandemie gekommen und verzeichnen ein höheres Wachstum als andere Industrieländer. Laut Prognosen wird das Wirtschaftswachstum in den USA auch in den kommenden Jahren bei über zwei Prozent jährlich liegen.
Die Arbeitslosenquote in den USA ist infolge der Wirtschafts- und Finanzkrise nach 2007 deutlich angestiegen und erreichte mit 9,6 Prozent im Jahr 2010 ihren höchsten Stand seit rund 30 Jahren. Nur 1982 erreichte sie mit 9,7 Prozent einen marginal höheren Wert. Im Jahr 2020 ist die Arbeitslosenquote in den USA auf rund 8,1 Prozent gesprungen und somit stärker gestiegen als in jedem anderen Industrieland. Im Jahr 2024 hat die Arbeitslosenquote rund vier Prozent betragen. Die Produktivität ist 2024 um rund 2,6 Prozent gestiegen und soll 2025 um rund 1,8 Prozent wachsen. Die Inflationsrate in den USA hat 2024 rund 2,95 Prozent betragen, im laufenden Jahr 2025 wird kein Rückgang der Teuerungsrate erwartet.
Weitere Daten und Fakten zur US-Wirtschaft und aktueller Konjunkturentwicklung bietet die Themenseite zur US-Wirtschaft.
Außenhandel der USA bleibt robust
Die USA sind neben China die größte Handelsnation der Welt. Der Anteil der USA am weltweiten Exporthandel hat 2024 bei rund 8,45 Prozent gelegen. Problematisch in der politischen Debatte ist jedoch seit Jahren das hohe Handelsbilanzdefizit der USA. Dieses ist 2024 auf rund 1,29 Billionen US-Dollar gestiegen. Zeitgleich lässt sich jedoch feststellen, dass die Erwartung der USA, die die Motivation für den Beginn des Handelskriegs bildete, nicht aufgegangen ist: Die deutliche Verringerung des US-amerikanischen Handelsbilanzdefizits, indem die Handelspartner durch die Verhängung von Strafzöllen motiviert werden, mehr US-amerikanische Güter zu kaufen. Die USA bleiben dementsprechend auch im Jahr 2024 das Land mit dem größten Handelsbilanzdefizit weltweit. Der neuerlich begonnene Handelskrieg unter Trump II könnte zu einer Verringerung der Exporte führen, da auch die heimische Produktion mit höheren Kosten zu kämpfen hat.Export
- Wert der Exporte: Im Jahr 2024 haben die USA Waren im Wert von rund 2,07 Billionen US-Dollar exportiert, ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Damit sind die USA das zweitgrößte Exportland im selben Jahr.
- Wichtigste Exportgüter: Die wichtigsten Exportgüter der USA sind Erdöl und Erdölerzeugnisse (SITC 33), die einen Exportanteil von rund 11,7 Prozent ausmachen. Dies entspricht im Jahr 2024 einem Exportwert von rund 242,3 Milliarden US-Dollar. Besondere Warenverkehrsvorgänge (SITC 93) und Elektrische Maschinen (SITC 77) sind die nächstwichtigen Exportgüter.
- Wichtigste Exportländer: Das wichtigste Land für Exporte aus den USA im Jahr 2024 ist Kanada gewesen. Nach Kanada sind 2024 rund 16,9 Prozent der Exporte aus den USA gegangen. Nach Mexiko sind rund 16,2 Prozent der Exporte gegangen. Insgesamt machen die Partnerstaaten des USMCA (United States-Mexico-Canada Agreement) Handelsabkommens den Großteil der Exporte der USA aus. Das Abkommen wurde als Nachfolgeabkommen zu NAFTA begründet.
- Wert der Importe: Die USA haben im Jahr 2024 Waren im Wert von rund 3,36 Billionen US-Dollar importiert – ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Damit sind die USA die größte Importnation weltweit.
- Wichtigste Importgüter: Die wichtigsten Importgüter der USA sind Straßenfahrzeuge mit rund 11,5 Prozent Importanteil.
- Wichtigste Importländer: Das wichtigste Importland der USA ist Mexiko mit einem Importanteil von rund 15,2 Prozent, vor China und Kanada.
Staatsverschuldung der USA steigt rasant an
Seit der Wirtschafts- und Finanzkrise ist die Staatsverschuldung der USA deutlich angestiegen. Betrug die Staatsverschuldung 2005 noch rund 8,5 Billionen US-Dollar, wurde Ende 2024 eine Staatsverschuldung von rund 35,25 Billionen US-Dollar registriert. Die Staatsschuldenquote der USA ist von rund 65,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2005, ebenfalls sprunghaft angestiegen und erreichte 2024 bereits rund 120,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts; einer der höchsten Schuldenstände weltweit. Dies führt in den USA regelmäßig zu politischen Konflikten, da es nach Gesetz eine Obergrenze für Staatsschulden gibt. Diese wird alle paar Jahre vom US-Kongress angehoben. Das gesamtstaatliche Haushaltsdefizit hat 2024 rund 2,1 Billionen US-Dollar betragen, was einer Defizitquote von rund 7,3 Prozent des BIP entspricht. Die USA zählen damit auch zu den Ländern mit dem höchsten Staatsdefizit.Gesellschaft und Soziales
Nach der US-Wahl 2024 sind die USA ähnlich gespalten wie bei den vergangenen Wahlen. Bereits kurz nach der Wahl begann Trump seine zweite Amtszeit mit einer der niedrigsten Zustimmungsraten der Nachkriegsgeschichte. Insgesamt verlieren die politischen Parteien an Identifikation. Im Jahr 2024 identifizieren sich rund 28 Prozent der US-Amerikaner:innen jeweils als Demokraten oder Republikaner. Gleichzeitig ist der Anteil der Bürger:innen, die sich als liberal identifizieren gestiegen.Schusswaffengewalt
Die Anzahl der Todesfälle durch Schusswaffen ist im Jahr 2020 deutlich angestiegen und nach 2021 wieder etwas gesunken. Mit rund 16.725 Toten im Jahr 2024 ist die Anzahl der Todesfälle dennoch höher als noch 2019 (15.538). Zeitgleich hat die Anzahl der Massenschießereien zugenommen. Im Jahr 2021 wurde mit 689 erfassten Massenschießereien ein Höchstwert erreicht. 2019 lag der Wert noch bei 417. Etwas langsamer, aber dennoch stetig, hat auch die Anzahl der durch Polizist:innen erschossenen Menschen in den USA zugenommen.
Anzahl der Menschen in Armut sinkt 2023
Die Anzahl der Menschen, die unterhalb der Armutsgrenze leben, hat sich in den USA auf rund 36,8 Millionen Menschen abgesenkt. Die Armutsquote beträgt somit rund 11,1 Prozent der Bevölkerung. Im Jahr 2014 betrug diese noch rund 14,8 Prozent. Die Armutsquote liegt jedoch je nach Ethnie unterschiedlich hoch. Bei Afroamerikaner:innen und American Indian, bzw. Alaska-Ureinwohner:innen liegt die Armutsquote bei rund 17,9 Prozent und 21,2 Prozent. Dieses Bild zeigt sich auch bei der Betrachtung der Jahreseinkommen und Arbeitslosenquote nach Ethnie.















































































































































