Der Markt für Speicherchips erlebt einen außergewöhnlichen Boom. Nach 230 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 könnte der weltweite Umsatz laut World Semiconductor Trade Statistics (PDF-Download) in diesem Jahr auf 804 Milliarden US-Dollar steigen und 2027 bereits die Billionen-Dollar-Grenze überschreiten. Damit würde Speicher mehr als die Hälfte des gesamten Halbleitermarkts ausmachen.
Ein wichtiger Treiber ist der Ausbau von KI-Rechenzentren: Neben dem besonders schnellen High Bandwidth Memory (HBM) benötigen KI-Anwendungen große Mengen herkömmlichen Arbeitsspeichers, etwa für Server. Zugleich konzentriert sich das Angebot auf wenige Hersteller. Wenn diese ihre knappen Kapazitäten auf hochpreisige Server- und KI-Produkte ausrichten, bleibt weniger DRAM für Smartphones, PCs und andere Elektronikgeräte.
Der jüngste Umsatzsprung ist deshalb nicht nur ein Zeichen wachsender Nachfrage, sondern auch Folge stark steigender Preise: TrendForce zufolge legten die Vertragspreise für konventionellen DRAM im ersten Quartal 2026 gegenüber dem Vorquartal um 93 bis 98 Prozent zu. Für Gerätehersteller wird Arbeitsspeicher damit zu einem deutlich größeren Kostenfaktor – besonders bei Smartphones, bei denen er einen wachsenden Anteil der Materialkosten ausmacht.





















