Menschen in Sachsen-Anhalt bewerten sowohl die wirtschaftliche Lage Deutschlands als auch ihre persönliche wirtschaftliche Situation negativer als der Bundesdurchschnitt. Das zeigt eine aktuelle Erhebung der Statista Consumer Insights. Die gesamtwirtschaftliche Lage wird besonders kritisch gesehen: 35 Prozent der Befragten in Sachsen-Anhalt bewerten die wirtschaftliche Situation Deutschlands negativ. Bundesweit sind es 29 Prozent. Positiv äußern sich im Land dagegen 25 Prozent. Das sind acht Prozentpunkte weniger als im Deutschlanddurchschnitt mit 33 Prozent. Jeweils rund vier von zehn Befragten können oder wollen keine klare positive oder negative Bewertung abgeben.
Auch bei der persönlichen wirtschaftlichen Lage ist die Stimmung in Sachsen-Anhalt verhaltener. 31 Prozent bewerten ihre eigene Situation positiv, deutschlandweit sind es 36 Prozent. Der Anteil negativer Bewertungen liegt mit 27 Prozent drei Prozentpunkte über dem Bundeswert von 24 Prozent. Mit 42 Prozent überwiegt in Sachsen-Anhalt jedoch auch hier die Gruppe derjenigen, die ihre Lage weder positiv noch negativ einschätzt oder keine Angabe macht.
Die Befragungsergebnisse passen zu aktuellen ökonomischen Strukturkennzahlen für Sachsen-Anhalt. Hier liegt das Land etwa beim BIP je Einwohner:in, beim Arbeitnehmerentgelt, bei den gewerblichen Existenzgründungen und beim FuE-Personal unter dem bundesweiten Durchschnitt. Zugleich war die Arbeitslosenquote höher. Die Befragungsdaten zeigen damit, wie sich diese wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auch in der Wahrnehmung der Menschen widerspiegeln können — sie belegen jedoch keinen direkten ursächlichen Zusammenhang.
Statista Consumer Insights sind ein datenbasiertes Marktforschungs- und Analyse-Tool auf Basis großer, repräsentativer Online-Befragungen in vielen Ländern, das detaillierte Informationen zu Konsumverhalten, Einstellungen, Mediennutzung, Markenwahrnehmung und Zielgruppen liefert. Unternehmen, Agenturen, Marktforscher und Strategen nutzen dieses Angebot, um Zielgruppen zu definieren, Märkte und Marken zu vergleichen, Trends zu beobachten und Kampagnen oder Produktstrategien gezielt auf bestimmte Konsumentensegmente auszurichten.





















